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Rustendorf

Jurekgasse, 1150 Wien

"Blocksanierungsgebit "Rustendorf"

Es galt einst als Nobelviertel. Zu Maria Theresias Zeiten siedelten sich hier, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schönbrunn, Adelige mit ihren Palais und in weiterer Folge eine Reihe von Einkehrgasthäusern an, die als Ausflugsort und Sommerfrische für Adelige und reiche BürgerInnen dienten. Heute ist die Bebauungsstruktur im Gebiet heterogen, über weite Strecken aber sichtbar von gründerzeitlicher Bebauung geprägt. In den Blockrandbereichen überwiegt, vor allem entlang der Avedikstraße, gewerbliche Nutzung bei unterschiedlicher städtebaulicher Dichte. Einigen begrünten Innenhöfen stehen Liegenschaften mit extrem dichter Verbauung gegenüber. Stark geprägt wird das Gebiet durch die Mariahilfer Straße und den Schwendermarkt auf der einen und die Avedikstraße bzw. Westbahn auf der anderen Seite. Ein kleiner Park an der Avedikstraße erfüllt eine wichtige Funktion als Naherholungsfläche.

Gebiets-Abgrenzung „Rustendorf“ - 11 Baublöcke mit 95 Liegenschaften: Mariahilfer Straße – Kauergasse – Avedikstraße – Grenzgasse – Viktoriagasse – Würffelgasse

Potentziale & Ziele:

Wichtige Dreh- und Angelpunkte für den Aufwertungsprozess stellen neben der inneren Erneuerung des Gebiets die Umnutzung der ehemaligen Westbahnflächen sowie die Neugestaltung des Schwendermarkts dar.

Im Überblick:

  • Ankurbelung der Sanierungstätigkeit mit den Schwerpunkten auf thermisch-energetischen Maßnahmen/alternativen Energieträgern und zeitgemäßem Wohnkomfort
  • Bei dichter Hofbebauung: (Teil-)Entkernung für verbesserte Belichtung und Grünraum
  • Bei unterklassig bebauten Liegenschaften: neuer Wohnraum durch Dachgeschoß-Ausbau, Aufstockung oder Umbau in Kombination mit der Sanierung des Hauses
  • Gestaltungskonzept für bestehende Höfe (liegenschaftsübergreifende Wirkung)
  • Nutzungsmischung und Attraktivierung der Erdgeschoßzonen
  • Überarbeitung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans im Hinblick auf die Ermöglichung von geförderten Sanierungsmaßnahmen
  • Verbesserungen im öffentlichen Raum, insbesondere zur Aufwertung von Straßenräumen und Schaffung von Mikrofreiräumen
  • Neue Verkehrslösungen im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Westbahnareals

Die nächsten Schritte

Bis zum Sommer 2017 wird ein detailliertes Blocksanierungskonzept erarbeitet, danach beginnt die Umsetzungsphase, die bis 2020 andauern wird. Interessierte LiegenschaftseigentümerInnen im Gebiet „Rustendorf“ werden bereits heute – im Rahmen einer „Start up“-Veranstaltung – vom Bezirk, wohnfonds_wien, dem beauftragten Blocksanierungsteam von Arch. DI Franz Denk sowie der GB*6/14/15 über die Ziele und den Ablauf der Blocksanierung „Rustendorf“ informiert.

Nähere Informationen bei wohnfonds_wien